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Das Göttinger Projekt "Alten-Wohngemeinschaft"

1994 realisierte die Freie Altenarbeit Göttingen e.V. das erste niedersächsische Modellprojekt einer selbstorganisierten WG älterer Menschen. Die Stadt Göttingen stellte dem Verein eine leerstehende Jugendstilvilla zur Verfügung, die im Rahmen der Auflagen des Denkmalschutzes umgebaut wurde.  In dem Projekt wohnen zur Zeit zehn Frauen und ein Mann zwischen 65 und 91 Jahren in elf Zwei-Zimmer-Wohnungen mit je 30 bis 50 m² Wohnfläche. Zusätzlich stehen den Bewohnern 335 m² Gemeinschaftsfläche zur Verfügung, darunter zwei Gästewohnungen, eine Gemeinschaftsküche, eine Bibliothek, Wohnflure und ein Garten. Gegenseitige Hilfe und Unterstützung ist für die Bewohner selbstverständlich, doch es wird darauf geachtet, sich gegenseitig nicht zu überfordern. Wenn pflegerische Unterstützung nötig wird kommen ambulante Pflegekräfte als externe Partner in die WG.

Weitere Infos zu diesem häufig dokumentierten Projekt z.B. unter:

www.sein-berlin.de/archiv/2004/neu/altenwg.html

Astrid Osterland: Nicht allein und nicht ins Heim - Alternative: Alten-WG, erschienen bei Junfermann 2000

Filmdokumentation: 37°-Reihe, ZDF; “Nicht allein - nicht ins Heim, Alten-WG in Göttingen”

 

SeFa. e.V.
 
Modell einer SeniorenFamilie, bestehend aus bis zu 24 Senioren, die in ihren möglichst nah beieinanderliegenden Wohnungen oder Häusern wohnen bleiben, sich aber gegenseitig treffen und helfen mit Unterstützung von aussen > Altenbetreuung auf Gegenseitigkeit
Kontaktadresse: Dr. Heinrich Hellfritz, Parkstr. 21a, 61462 Königsstein/Taunus
 
 
Sonnenhof e.V.
 
Das Heim für Kinder und Jugendliche hat 51 Plätze in 8 Wohngruppen, in denen bis zu 10 Kinder und Jugendliche zwischen vier und 27 Jahren in einer Gemeinschaft leben können. Ein Teil der Wohngruppen liegt ausserhalb des Haupthauses, bei denen allerdings Probleme entstanden sind, eine Wohnung in Kreuzberg musste sogar aufgegeben werden, da ein Bewohner geklagt hatte.
Natürlich gibt es Grenzen in der sozialräumlichen Integration, im Kiez funktioniert es einfacher als in einer bürgerlichen Gegend, schwierig ist auch die Integration in Krisengebieten, z. B. in Kiezen, wo die Arbeitslosigkeit und die Kriminalität sehr hoch sind. Hier besteht die Gefahr, dass Jugendliche sich das abgucken könnten.
 
Leitbild der Einrichtung: Integration von geistig und psychisch benachteiligten Kindern und Förderung der psychischen, kognitiven und sozialen Entwicklung. Die Betreuung ist einzelfallorientiert, d. h. jedes Kind wird entsprechend seinen Problemen, seiner familiärer Bindung und seines Entwicklungsstandes betreut.
Die Eltern können oft nicht binden und nicht halten, sind oft alleinerziehend, Alkohol und Tabletten, wechselnde Väter und ein niedriges Bildungsniveau sind die häufigsten Ursachen der Trennung. Der Kontakt zu den leiblichen Eltern wird unterstützt und es wird kein offensiver Mutterersatz angestrebt. (1/3 der Kinder können wieder zurück zu Eltern).
Statistisch gesehen haben die Kinder es in Zukunft schwerer ein „normales” Leben zu führen. Die Situation kann zu irreparablen Schäden führen, nur ein Teil der Kinder kann wieder integriert werden.
 
Unser Großelterngedanke wurde von der Betreuerin gut aufgenommen, ihr Vorschlag dazu: ältere Betreuerinnen sollten als Oma erhalten bleiben oder die Pädagogen könnten ihre Eltern mitbringen. Erfahrung bzw. pädagogische Qualifikation sind zum Teil notwendig. Außerdem besteht bereits Kontakt zwischen dem Sonnenhof und einem nahegelegen Altenheim zur Hausaufgabenbetreuung der Kinder.
 
Sonnenhof e.V.
Neuendorfer Str. 60
13585 Berlin - Spandau
www.ev-sonnenhof.de
 
 
LebensTraum e.V.
 
Der Verein wurde 1990 gegründet, von den zehn Mitgliedern, sind nur zwei mit eingezogen, da zwischen Standortwahl und Fertigstellung 2001 neun Jahre vergangen sind. Der lange Planungsprozess ist ein immer wieder vorzufindendes Problem, das langen Atem erfordert und viele potentielle Interessenten zum Aufgeben führt.
 
In dem Gemeinschaftswohnhaus mit 21 Wohnungen leben zur Hälfte alleinerziehende Mütter und Väter, und außerdem Familien, alleinlebende ältere Menschen und ein Mann, der seine Mutter im Alter wieder zu sich geholt hat, so dass ein ausgewogenes Verhältnis von Kindern und Erwachsenen entstanden ist.
 
Es handelt sich um ein Selbstbaugenossenschaftsprojekt in das auch Sozialhilfeempfänger gegen geringe Entlohnung, Verurteilte mit Bewehrungsauflage und Strafgefangene integriert wurden, die sich durch ihre gemeinnützige Arbeit auf der Baustelle zusätzlichen Freigang verdienen konnten.
Die Förderung liegt i. d. R. zwischen 85 und 90 %, die restlichen 10 – 15 % werden über Eigenleistung mit der Genossenschaft verrechnet.
 
Leider wurde das Projekt (Alt- und Neubau) nicht schwellenlos ausgeführt. Dies sollte in einem Projekt, dass speziell auch für ältere Menschen angelegt wurde, Voraussetzung sein. Als Gemeinschaftsraum fungiert ein von den Bewohnern selbst initiiertes Café.
 
LebensTraum e.V.
Perleberger Str./Lübecker Str.
10559 Berlin
 
 
SOS-Kinderdorf Brandenburg
 
Das SOS-Kinderdorf Brandenburg ist eines von 15 Kinderdörfern in Deutschland. Im SOS-Kinderdorf finden Mädchen und Jungen, die nicht in ihrem eigenen Elternhaus aufwachsen können, ein neues Zuhause. Die Kinder leben zusammen mit ihrer SOS-Kinderdorf-Mutter und ihren Geschwistern in einem Haus.
 
Das Kinderdorf Brandenburg hat 9 von diesen Häusern, davon sind z.Z. 8 Häuser belegt1. Zusätzlich gibt es noch einen Haus-Komplex mit Verwaltung, Gemeinschaftsraum, Gästewohnung und einer Jugendwohnung als sog. Verselbständigungsbereich. Ein integrativer Kindergarten liegt ausserhalb des Dorfes.
 
In den Häusern wohnen i. d. R. 6 Kinder, die koeduktiv und in verschiedenen Altersgruppen mit einer Altersspanne von ca. 10 Jahren untergebracht sind. Die Kinder werden zwischen 0 und 10 Jahren aufgenommen und können bis zur wirtschaftlichen Selbständigkeit bleiben.

Die SOS-Kinderdorf-Mutter ist die wichtigste Bezugsperson für ihre fünf bis sechs Kinder, der Partner und eigene Kinder können mitgebracht werden. Als männlichen Bezug gibt es einen Zugeherzieher, der die Kinder mit betreut.

Der Kontakt zu den leiblichen Eltern wird unterstützt und gefördert. Die Eltern kommen in diesen Fällen ins Kinderdorf, wofür ein Gästeappartement zur Verfügung steht. 
 
Unser Vorschlag bezüglich der Zusammenführung von Jung und Alt wurde auch hier gut aufgenommen, allerdings wurde darauf hingewiesen, dass eine Schulung mit den Senioren sinnvoll wäre, sofern sie nicht über eine pädagogische Ausbildung verfügen. Eine längerfristige Bindung ist für ein solches Projekt notwendig.
Eltern der SOS-Kinderdorf-Mütter werden hier schon zum Teil mit einbezogen. 
 
 
 
SOS - Kinderdorf Brandenburg
Johannisburger Anger 2
14772 Brandenburg
www.sos-kinderdoerfer.de
 
 

Graue-Panther-Hamburg e.V.

Der 1980 gegründete Verein kann als Pionier bezeichnet werden, da er deutschlandweit einer der ersten war, der gemeinschaftliche Wohnprojekte initiiert hat.

Zu den Projekten gehören das “Pantherhaus” in St. Pauli,
Lerchenstraße 37
22767 Hamburg
 
die Wohn-Pflege-Hausgemeinschaft in St. Georg
Zimmerpforte 8
20099 Hamburg
 
und die Wohngemeinschaft für alt und jung in Harburg.
Asbeckstraße 12
21073 Hamburg

www.graue-panther-hamburg-ev.de

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1 Stand 03/04
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