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Thema

enkel dich fit – ein Modell als Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen

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Oma Lotte hat ein neues Zuhause...

Die 65 Jahre junge WG Bewohnerin hat mit ihrem neuen Zuhause gleichzeitig eine neue Familie gefunden. Obwohl ihre Familie in Süddeutschland lebt,  ist die aktive Lotte heute nicht mehr einsam. Sie hat durch ihre Wahlenkel neue Aufgaben gefunden.

Lotte ist Mittagsschläferin aus Leidenschaft. In ihrer Freizeit spielt sie gerne Skat mit ihren MitbewohnerInnen oder düst mit ihrer Ente durch Berlin.

Die lebenslustige Lotte hat viele Ideen, die sie in die Gemeinschaft mit einbringt...

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt einen Wandel von der herkömmlichen Großfamilie zur „Multilokalen Mehrgenerationenfamilie“. Aufgrund beruflicher Veränderungen leben die einzelnen Familienmitglieder heute oft nicht mehr an einem Ort. Dadurch kennen viele Kinder die ältere Generation nur noch aus den Ferien. Gleichzeitig treibt die jungen Alten die Sorge, eines Tages sozial isoliert zu sein. Die Wahlfamilie tritt immer mehr in den Vordergrund.

Auf dieser Grundlage wollen wir ein Gemeinschaftswohnprojekt konzipieren: für junge Alte, die nicht alleine leben wollen und eine Alternative zum herkömmlichen Wohnen suchen, für ältere Menschen, die nach Austritt aus dem Berufsleben, eine Zeitspanne von bis zu 30 Jahren, eine neue Aufgabe suchen und für Kinder und Jugendliche, die bei ihren leiblichen Eltern nicht leben können und hier ihr Zuhause in betreuten bzw. selbständigen Wohngruppen finden.

Die Älteren können ihre Erfahrungen, ihr Wissen, ihre Güte und Weisheit an die Jungen weitergeben und bleiben durch die Aufgabe als „Großmutter und Großvater“ jung. Die Jüngeren haben die Möglichkeit, ihr soziales Verhalten durch den Umgang mit älteren Menschen stärker zu entwickeln und haben so eine konstante Bezugsperson an ihrer Seite. Gleichzeitig können die Kinder und Jungendlichen kleinere Aufgaben für die Älteren übernehmen.

In unserem Text geht es verstärkt um die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen, besonders im Alter, da die traditionellen Wohnmodelle, wie die Großfamilie und das Altenheim immer unrealistischer werden, da sie entweder aus funktionalen Gründen nicht möglich sind oder bei vielen Menschen nicht mehr dem gewünschten Lebensentwurf entsprechen bzw. für viele auch nicht mehr finanzierbar sind. Nachbarschaftliches Zusammenwohnen und gemeinschaftliche Wohnprojekte werden immer wichtiger.

Nach unserer Einschätzung werden wir in Zukunft verstärkt auf alternative Wohnformen zurückgreifen, die auch auf Erfahrungen zurückgehen, die die heutige junge Generation aus Wohngemeinschaften schon kennt. Die veränderte Rolle der Frau und die veränderten Familienstrukturen werden in Zukunft zu neuen Wohnbedürfnissen und Wohnformen führen, die es in Deutschland zum Teil schon gibt, aber von der breiten Öffentlichkeit noch nicht wahrgenommen wird. Die demographische Entwicklung wird uns zu einem Umdenken zwingen...

 

 

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